Just now I am listening to a very good and interesting interview about the German collecting society GEMA. Unfortunately it is in German only. But for those who understand it: Take the time and listen to it. It is really worth the time. It explains a lot of aspects about the GEMA that are not broadly discussed. But they are very important to understand the current discussion in Germany.
Musik
Vom 11-12.06.2010 findet in Köln die zweite Cologne Commons statt. Im ersten Jahr widmete sich die Messe vor allem dem Thema Creative Commons Lizenzen und deren Vor und Nachteile in einer sich rasant entwickelnden digitalen Welt. Ich hatte das Glück letztes Jahr ein Vortrag halten zu dürfen, über Strukturbrüche der Musikbranche und was man aus ihnen lernen kann für die aktuelle Veränderung der Musik- und Medienlandschaft. Auch diese Jahr geht es primär um CC Lizenzen und die Netaudio Szene. Doch ein weiterer Schwerpunkt wird der Medienwandel sein. Ich kann die Veranstaltung nur empfehlen. Letztes Jahr waren sehr gehaltvolle Vorträge zu hören, nette Menschen anwesend und das ganze in einem angenehmen Ambiente.
Das Internet verdrängt die Zeitung auf Papier. Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat eine neue Studie zur Zukunft der Tageszeitung veröffentlicht. Die Studie gibt es hier.
Fazit der Studie:
- Das Internet verdrängt zweifellos die klassische Zeitung auf Papier
- Online-News-Angebote haben bisher kein Erlösmodell, das Qualitätsjournalismus dauerhaft sichert
- Die Vertriebsform der klassischen Zeitung ist überholt, aber...
- ...elektronische Verteilformen sind nutzerfreundlicher, wirtschaftlicher und ökologischer.
Kommentar:
Die Musikindustrie hats vorgemacht, hier hat die Digitalisierung voll zugeschlagen und einen Paradigmenwechsel in der Logik der Branche bewirk. Dies steht nun auch Verlagen und Journalisten bevor. Die Frage nach den Erlösmodellen muss einmal mehr mit "Multichannel Management" beantwortet werden. Die gesamte Medienindustrie bewegt sich weg von althergebrachten Branchen-Logiken, die vor allem physische Speichermedien (Zeitung, CD, DVD, Bluray) setzen. Stattdessen entsteht eine Multicontent Industrie (Text, Bild, Video, Film und können über diverse Channels zb. via XML Feeds verbreitet werden) mit multichannel Strukturen (Zeitung, Buch, TV, internetfähiges TV, TV fähiges Internet, Webseiten, Widgets, Applikationen, Handys, PDAs, ...)
Um diese Kanäle zu bedienen bedarf es effizienter Informations Architekturen. Unternehmen müssen Strukturen aufbauen, die sowohl Inhalte schnell syndizieren (verbreiten) als auch aggregieren (sammeln) können. Sie sollten sich mehr als Rechte-Auswerter verstehen ggf. neben Werbeeinnahmen auch Brandpartnerships eingehen. VBS.tv machts vor. eComerce Anbindung, Affiliate Deals oder die Akquisition von interessanten Firmen sind weitere mögliche Wege - Axel Springer hat das mit der Akquisition von Zanox gezeigt. Ergebnis: Beste Unternhemensbilanz seit Bestehen.
Zeitungshäuser und Verlage sollten mal Firmen wie Disney analysieren. Die fahren derartige Strategien schon immer.