Digitale Selbstvermarktung – Was ist das?
Der Begriff “Digitale Selbstvermarktung” ist wie viele andere Begriffe des Web 2.0 eher ein Kunstwort. Es wurde neu geschaffen, um ein Betätigungsfeld bzw. einen neuartigen Aktionsradius von Promotion treffend zu umschreiben.

In der Musikbranche wurde in den letzten Jahrzehnten vor allem klassische Promotion und klassisches Marketing betrieben. Will heissen: Es gab einen Sender und viele Empfänger. Die Verbreitung von Promitioninhalten wurde meistens von größeren, spezialisierten Agenturen oder Abteilungen übernommen, die durch die Kontinuität ihrer Arbeit stetig wuchsen und so von den Massenmedien als kompetente Partner angesehen wurden. Über die Zeit kam ihnen so eine Art Gatekeeper Funktion zu. Wenn Musiker in bestimmten Kanälen stattfinden wollten, dann benötigten sie ein Promo Agentur/Abteilung. Promotion war also davon geprägt, dass an einer Stelle Inhlate geschaffen wurden und mit möglichst viel Druck in die Publikation gedrückt wurde. Man spricht auch von Push-Strategien.
Durch die Publikationsmöglichkeiten des modernen Internets hat sich diese Situation grundlegend geändert. Mit Hilfe neuer Technologien und Mechanismen ist es heute Musikern möglich, sehr einfach und größtenteils kostenfrei ein effektives Informationsnetz aufzubauen. Fans können direkt angesprochen werden und sich mit Bands austauschen. Man spricht hier von so genannten Pull Ansätzen. Diese “pull orientietren” Aktivitäten sollen hier unter dem Begriff “Digitale Selbstvermarktung” subsumiert werden.
Der Aktionsradius digitaler Selbstvermarktung beinhaltet im Wesentlichen:
- Die eigene Website/Blog
- Promotion in Social-Communities
- Promotion in Foren und Newsgroups
- Email-Marketing
- Suchmaschinen Optimierung (ggf. sogar Suchmaschinen Marketing
- Aggregation + Syndikation von Inhalten





